|

|

DER NACKTE BERG. Nanga Parbat - Bruder, Tod und Einsamkeit.
Gleich zu Beginn seiner Höhenbergsteigerei im Himalaja erlebte Reinhold Messner seinen schwersten Schicksalsschlag. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Günther brach er 1970 auf, den Nanga Parbat zu besteigen. Zurück kehrte Messner alleine; Günther blieb verschollen. Nun, 30 Jahre danach, gibt er die damaligen Geschehnisse mit dem Abstand der Zeit noch einmal wieder.
Akribisch folgt Reinhold Messner zu Beginn der Besteigungsgeschichte des Nanga Parbat von 1895 an. Erlebnisse und Erfahrungen kommen zur Sprache, die später die Grundlagen für den Mythos "Schicksalsberg der Deutschen" bilden. Dabei portraitiert Messner auch jenen Karl Maria Herligkoffer, der diesen Berg nach dem Tod seines Halbbruders Willy Merckl zu seiner eigenen, ganz persönlichen Herausforderung erkoren hat. Herligkoffer, selbst kein Höhenbergsteiger führte fortan mehrere Expeditionen in den Himalaja, auch die des Erstbesteigers Hermann Buhl. 1970 kreuzten sich die Wege Herligkoffers und der Messnerbrüder. Er lud sie ein zu einer Expedition an den Nanga Parbat. Es hieß den Berg erstmals über die höchste Wand der Welt, die 4500m hohe Rupalflanke, zu besteigen.
Messner gewährt ganz persönliche Einblicke in den Expeditionsalltag. Er schildert das Erlebte, die Eindrücken und seine Verzweiflung anhand eigener Tagebucheinträge. Je weiter die Geschehnisse fortschreiten, desto öfter treten Ungereimtheiten auf. Messner ändert nichts an seine Aufzeichnungen, er gibt sie so wieder, wie er sie 1970 festgehalten hat. Wo erforderlich kommentiert er seine Berichte aus heutiger Sicht, 30 Jahre später, und versucht Worte und Erklärungen für das Unfassbare zu finden.
copyright © himalaja.net - alle rechte vorbehalten
|


|